In eigener Sache: Die Benennung meiner Tochter

In die­sem Bei­trag möch­te ich gern etwas dar­über schrei­ben, wie ich es dazu kam, dass ich mei­ne Toch­ter Han­nah genannt habe. Denn die­ser Pro­zess der Namens­fin­dung mei­ner Toch­ter war ein wenig tief­grün­di­ger gewe­sen, als nur ein ein­fa­ches Ver­ge­ben eines Vor­na­mens für sein Neugeborenes.

Mei­ne Name ist Micha­el und ich habe noch vor der Geburt mei­ner Toch­ter beschlos­sen, dass sie nach mir benannt wer­den soll; qua­si ein Abkömm­ling von mir im Namen. Mei­ne Toch­ter heißt Han­nah. Nicht Michae­la, wie man es auf den ers­ten Blick ver­mu­ten wür­de. Sie ist nicht nach mei­nem Vor­na­men benannt, son­dern nach mei­nem Nach­na­men. Die­ser lau­tet JOHNE. Es ist eine säch­si­sche Kose­form von Johan­nes. Die weib­li­che Form davon ist Johan­na. Die Kurz­form davon wie­der­um ist Hanna(h). Die Schrei­bung habe ich bewusst mit H am Ende des Vor­na­mens gewählt. Es ist näm­lich ein Palin­drom – ein Wort, das sowohl vor­wärts als auch rück­wärts buch­sta­ben­ge­nau gleich geschrie­ben wird. Ich habe die­se Schrei­bung bewusst gewählt, da ich gern klei­ne Wort­spie­le mag.

Bei der Namens­fin­dung für mei­ne Toch­ter war es mir auch wich­tig gewe­sen, dass der Vor­na­me eine reli­giö­se, mono­the­is­ti­sche Bedeu­tung haben soll, die eine Gül­tig­keit im Juden­tum, im Chris­ten­tum und im Islam hat. Mit dem Vor­na­men Han­nah passt es ganz gut. Der Vor­na­me Han­nah ist eigent­lich hebräi­schen Ursprungs (חַנָּה ḥan­nāh) und bedeu­tet Gna­de“ oder Barm­her­zig­keit“ bzw. in per­so­ni­fi­zier­ter Form die Begna­de­te“ oder Gott ist gnä­dig“, aber auch die Anmu­ti­ge“ oder die Lieb­rei­zen­de“.

Folg­lich heißt mei­ne Toch­ter Han­nah Joh­ne. Dar­aus ergibt zudem, dass ihr Vor­na­me eigent­lich genau die glei­che Bedeu­tung wie ihr Nach­na­me hat.

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